Knallhart  
Knallhart
Nach einem heftigen Streit mit ihrem langjährigen Geliebten Dr. Peters ändert sich das sichere Leben von Miriam Polischka und ihrem 15-jährigen Sohn Michael – kurz Polischka genannt – grundlegend: Die beiden müssen Peters Villa im reichen Zehlendorf verlassen und sich im chaotischen Berlin-Neukölln einquartieren. Vollauf beschäftigt mit der Suche nach einer neuen guten Partie entgehen Miriam die Probleme ihres Sohnes in der neuen Umgebung. Polischka wird von einer Gang brutal zur Zahlung von Schutzgeld gezwungen. Er bricht mit seinen neuen Schulfreunden Crille und Matze in die vertraute Zehlendorfer Villa ein, um aus dem Erlös der Beute die Gang bezahlen zu können. Erol, dem Anführer der Gang reicht das nicht. Polischka wehrt sich, aber bevor der Streit eskalieren kann, rettet ihn Hamal, ein italienischer Hehler, der eigentlich Afghane ist, aus dieser ausweglosen Situation. Da im Neuköllner Kiez aber nichts umsonst ist, muß Polischka für ihn als Drogenkurier arbeiten. Als er an einem Tag eine heißere Lieferung als üblich übernimmt, wird er von Erol überrascht. Um ihn zu provozieren wirft dieser Polischkas Rucksack mit samt dem Drogengeld von einer S-Bahn Brücke. Der Rucksack landet auf einem gerade vorbeifahrenden Zug. Damit wird Polischka auch für Hamal zu einem Problem, denn die Schulsachen in Verbindung mit dem Geld werden die Polizei auf den Plan rufen. Hamal muß reagieren und auf einer Lichtung außerhalb der Stadt kommt es zum show-down…... HandlungVon Zehlendorf nach NeuköllnBisher hat Michael Polischka (David Kross) das Leben im verschlafenen Zehlendorf genossen. Die Villa des Liebhabers seiner Mutter, Dr. Peters (Jan Henrik Stahlberg) hatte einiges an Luxus zu bieten. Doch ausgerechnet an Michaels 15. Geburtstag entscheidet der wohlhabende Mann an der Seite seiner Mutter, dass es um deren Sex-Appeal doch nicht mehr so gut bestellt ist. Kurzerhand wirft er Mutter und Sohn aus seiner Villa. Eine eigene Wohnung kann sich Michaels Mutter (Jenny Elvers) jedoch gerade so in Neukölln leisten. Es ist eine Bruchbude. Doch die Wohnung ist nicht das größte Problem. In der Schule bekommt Michael den neuköllner Schulalltag zu spüren. Hier macht jeder, was er will. Es wird gerangelt, gepöbelt und abgezogen. In den Gängen der Hauptschule hat der Türke Erol (Oktay Özdemir) das Sagen. Bald schon hat er Michael als sein nächstes Opfer auserkoren. Michael werden zunächst die Turnschuhe und das Handy abgezogen. Weiter muß er Schutzgeld bezahlen, wenn er den weiteren Schlägen und Demütigungen der Gang entgehen will. Neue RealitätZunächst lässt sich der stille Michael auf den Handel ein. Seiner Mutter verschweigt er seine Situation. Diese ist ohnehin viel zu beschäftigt damit, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Gemeinsam mit seinen beiden neuen Freunden Crille (Arnel Taci) und Matze (Kai Müller) bricht er eines Tages in die Villa ein, die bis vor kurzen noch sein zu Hause gewesen war, um die immer höher werdenden Forderungen seines Peinigers zu erfüllen. Doch der kann nicht genug kriegen. Als er Michael eines Tages wieder einmal drangsaliert, setzt dieser sich jedoch unerwartet zur Wehr. Er schlägt Erol nieder. Doch die Gang ist in der Überzahl und die Klappmesser sind bereits gezückt, als Michael unverhofft Hilfe von dritter Seite bekommt. Barut (Kida Ramadan) greift ein und schlägt die Gang in die Flucht. Der neue JobBarut ist die „rechte Hand“ des Drogendealers Hamal (Erhan Emre) und auf der Suche nach einem neuen Kurier. Ein ehrliches Gesicht wie das von Michael kommt ihnen da gerade recht. Und auch Michael ist erleichtert, einen Schutzpatron gefunden zu haben, der ihn vor den Angriffen Erols bewahren kann. Schnell ist der Handel besiegelt, und Michael beginnt seinen neuen Job als Drogenkurier. Zunächst transportiert er lediglich Cannabis. Er liefert den Stoff und kassiert dafür das Geld. Aber schon bald erkennt Hamal das Geschick des Jungen und überlässt ihm einen Kokain-Kunden im Wedding. Michael soll beweisen, dass er das Vertrauen Hamals verdient hat. Zunächst verläuft alles nach Plan. Doch auf seinem Rückweg mit einem Rucksack mit 80.000 Euro läuft er ausgerechnet Erol über den Weg. Schnell flammt die alte Feindschaft wieder auf, und Erol nimmt Michael den Rucksack ab und wirft ihn von einer Brücke auf einen vorbeifahrenden S-Bahnzug. Der LoyalitätsbeweisMichael muß Hamal sein Missgeschick beichten. Für diesen geht es jedoch nicht nur um das verlorene Geld. Denn in dem Rucksack befand sich auch ein Geldbeutel mit Michaels Personalien. Um sicher zu gehen, dass er sich auf Michael verlassen kann, verlangt er daraufhin einen Loyalitätsbeweis. In der folgenden Nacht lässt er Erol entführen und bringt ihn, zusammen mit Michael, zu einem verlassenen Autobahn-Gelände. Dort händigt er Michael eine geladene Pistole aus mit der Aufforderung, den am Boden liegenden gefesselten Erol oder aber sich selbst zu erschießen… Weiterführende Hinweise Winter vorm Balkon, Filmrezension von Rüdiger Suchsland auf artechock.deEine knallharte Affäre Hauptschullehrer Peter Bucksch über den Alltag an einer neuköllner HauptschuleKnallhart Neukölln, Streitgespräch zwischen SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky und dem Grünen-Politiker Özcan Mutlu über den Film im TagesspiegelInterview mit dem Regisseur Detlev Buck auf tagesspiegel.deInterview mit den Schauspielern Erhan Emre und David KrossMeine Schauspielschule war Kreuzberg 36, Interview mit dem Schauspieler Kida Khodr Ramadan QuellenKnallhart, Filmheft bei der Bundeszentrale für Politische BildungKnallhart in der Wikipedia (dt.)


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